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Przygonski und Gottschalk beenden vierten Tag auf Platz acht

Nicht der richtige Tag für eine Attacke: Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk haben die vierte Etappe des Wüstenklassikers auf der achten Position beendet.

Das polnisch-brandenburgische Duo gingen die enorm fordernde Streckenführung zwischen Neom und Al’Ula vorsichtig an, um ihren X-raid Mini nicht zu beschädigen. Als zweites Auto ins Rennen gegangen, legten der Marathon-Weltcup-Sieger von 2018 und der „Dakar“-Champion von 2011 für die Nachfolgenden die Spuren bei einer kniffligen Navigation.

 

Trotz ihrer behutsamen Herangehensweise fingen sie sich zwei Reifenschäden ein, haben aber für den kommenden Tag angesichts ihres Tagesresultats eine gute Ausgangsposition. Eine sehr lange Prüfung. Der Beginn war nicht leicht, auf den kleinen, harten, schwarzen Steinen konnte man sich leicht das Auto beschädigen – und wir war als Zweite gestartet. Die Strecke zu eröffnen war alles andere als leicht. Am Ende gab es viele große Felsen, was fahrerisch ebenfalls anspruchsvoll war. Dort haben wir uns auch zwei Reifenschäden eingefangen. Wir sind es insgesamt ruhiger angegangen – das war nicht der richtige Ort, um zu attackieren. Jakub "Kuba" Przygonski nach Etappe 04 der Rallye Dakar 2020.

Wieder eine Frage der Startposition. Die vergangenen Tage haben wir Zeit eingebüßt, weil wir so weit hinten losgefahren sind, heute, weil wir so weit vorn waren. Wir mussten mit die Prüfung eröffnen und für andere die Spuren legen. Die Prüfung selbst war eine Mischung aus super-schnellen Passagen und aus mega-steinigen Abschnitten, die nur Schrittgeschwindigkeit erlaubten. Dort sind wir es vielleicht ein bisschen zu vorsichtig angegangen – aber das ist okay, für morgen haben wir hoffentlich eine gute Startposition. Timo Gottschalk nach Etappe 04 der Rallye Dakar 202.

Beinhartes Off-road, knifflige Navigation – Härtetest für Fahrer, Beifahrer und das Material

Zu 100% „Dakar“ – das Attribut verdiente sich der vierte Wettbewerbstag des Wüstenklassikers bei seiner Premiere in Saudi-Arabien mit beinharten Strecken. Beinhart, weil Fahrer, Beifahrer und Material gleichermaßen gefordert wurden. Schnelle Sandabschnitte, offenes Gelände, schmale Pfade, dazu echte Rüttelpisten und parallel verlaufene Wege, die die volle Konzentration der Navigatoren erforderten. Vor allem die bei Regenfällen der letzten Wochen ausgewaschenen und ausgefahrenen Abschnitte im letzten Prüfungsdrittel hatten es in sich. Die abschließenden 82 Kilometer trugen das Gütesiegel „sehr komplizierte Wegfindung“ – nur große Felsen lieferten Anhaltspunkte für die Beifahrer.

PM